
OpenAI Image Model 1.5 – Stark in der Qualität, aber mit klaren Grenzen für Architektur
OpenAI Image Model 1.5 überzeugt mit guter Bildqualität und starker Weiterentwicklung. Für professionelle Architekturvisualisierungen gibt es jedoch klare Einschränkungen bei Seitenverhältnissen, Auflösung und Generierungsgeschwindigkeit. Für architektonische Workflows bleiben aktuell andere KI-Modelle die bessere Wahl.
Mit OpenAI Image Model 1.5 hat OpenAI einen weiteren großen Schritt im Bereich KI-basierter Bildgenerierung gemacht. Selbstverständlich haben wir das Modell intensiv getestet und mit anderen, bei Vizera eingesetzten Modellen verglichen.
Unser Fazit vorweg:
Die Bildqualität ist überzeugend, insbesondere für kreative und illustrative Anwendungen.
Für professionelle Architektur- und Interior-Workflows gibt es jedoch aktuell noch relevante Einschränkungen.
In diesem Beitrag erklären wir transparent, wo die Stärken liegen – und warum wir für Architektur weiterhin andere Modelle bevorzugen.
Bildqualität: sichtbar verbessert
Rein visuell liefert Image Model 1.5 sehr gute Ergebnisse:
realistische Lichtstimmung
saubere Farbwiedergabe
insgesamt hohe Bildkohärenz
deutlich besser als frühere OpenAI-Modelle
Für Moodbilder, Konzeptvisualisierungen oder allgemeine kreative Anwendungen ist das Modell absolut konkurrenzfähig.

Seitenverhältnisse: eingeschränkte Flexibilität
Ein zentraler Punkt für Architekturvisualisierungen ist das Seitenverhältnis. Pläne, Fassaden, Innenräume oder Präsentationsbilder benötigen unterschiedliche Formate.
Unterstützung der Seitenverhältnisse:
1:1 (Quadrat): unterstützt
3:2 (Landscape): unterstützt
2:3 (Portrait): unterstützt
Nicht unterstützt werden aktuell u. a.:
4:3 / 3:4
16:9
9:16
21:9
Gerade 16:9 und 4:3 sind für Architektur, Präsentationen und Wettbewerbe essenziell. Hier ist die Einschränkung klar spürbar.

Auflösung: begrenzt für professionelle Ausgabeformate
Auch bei der Auflösung zeigt sich eine klare Begrenzung:
1K: verfügbar (quadratisch)
1.5K: verfügbar (Landscape / Portrait)
2K: nicht verfügbar
4K: nicht verfügbar
Für Architekturprojekte sind 2K- und 4K-Ausgaben häufig notwendig – sei es für Druck, Wettbewerbe oder grossformatige Präsentationen.
Diese Anforderungen erfüllt Image Model 1.5 aktuell nicht.

Generierungsgeschwindigkeit: zu langsam für iterative Workflows
Ein entscheidender Faktor im Alltag von Architekt:innen ist die Geschwindigkeit.
Unsere Tests zeigen:
1K-Ausgabe: ca. 30–45 Sekunden
1.5K-Ausgabe: ca. 50–60 Sekunden
Für iterative Prozesse – mehrere Varianten, Materialstudien, Fassadenoptionen – ist das deutlich zu langsam.
Gerade im Vergleich zu anderen Modellen fällt dieser Punkt stark ins Gewicht.
Referenzbilder & Kontrolle
Positiv hervorzuheben ist:
Referenzbilder werden unterstützt
ein einstellbarer Fidelity-Level erlaubt höhere Nähe zur Vorlage
Einschränkungen gibt es jedoch bei:
maximal 5 Referenzbilder bei hoher Fidelity
Für komplexe Architekturprojekte, bei denen mehrere Referenzen (Materialien, Typologien, Kontextbilder) notwendig sind, ist das limitierend.

Warum wir für Architektur aktuell andere Modelle bevorzugen
Vizera ist bewusst modellagnostisch aufgebaut. Wir integrieren stets die Modelle, die für den jeweiligen Anwendungsfall objektiv die besten Ergebnisse liefern.
Für Architektur- und Interior-Design sprechen aktuell folgende Punkte gegen Image Model 1.5 als primäres Modell:
eingeschränkte Seitenverhältnisse
fehlende 2K- und 4K-Ausgaben
langsame Generierungszeiten
begrenzte Skalierbarkeit für professionelle Workflows
Andere von uns eingesetzte Modelle bieten hier:
deutlich höhere Flexibilität bei Formaten
bessere Auflösungen
schnellere Iterationen
höhere Zuverlässigkeit bei Proportionen und Raumlogik
Unser Fazit
OpenAI Image Model 1.5 ist ein starkes Modell mit klaren Fortschritten.
Für kreative Anwendungen ist es bereits sehr gut einsetzbar.
Für professionelle Architekturvisualisierung erfüllt es aktuell jedoch noch nicht alle Anforderungen, die Architekt:innen im Alltag benötigen.
Wir beobachten die Weiterentwicklung sehr genau – und sobald ein OpenAI-Modell diese Punkte erfüllt, wird es bei Vizera selbstverständlich integriert.
Unser Anspruch bleibt unverändert:
Immer das beste Modell für Architektur – unabhängig vom Anbieter.
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