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OpenAI Image Model 1.5 – Stark in der Qualität, aber mit klaren Grenzen für Architektur

OpenAI Image Model 1.5 – Stark in der Qualität, aber mit klaren Grenzen für Architektur

3 Min. Lesezeit

OpenAI Image Model 1.5 überzeugt mit guter Bildqualität und starker Weiterentwicklung. Für professionelle Architekturvisualisierungen gibt es jedoch klare Einschränkungen bei Seitenverhältnissen, Auflösung und Generierungsgeschwindigkeit. Für architektonische Workflows bleiben aktuell andere KI-Modelle die bessere Wahl.

Mit OpenAI Image Model 1.5 hat OpenAI einen weiteren großen Schritt im Bereich KI-basierter Bildgenerierung gemacht. Selbstverständlich haben wir das Modell intensiv getestet und mit anderen, bei Vizera eingesetzten Modellen verglichen.

Unser Fazit vorweg:
Die Bildqualität ist überzeugend, insbesondere für kreative und illustrative Anwendungen.
Für professionelle Architektur- und Interior-Workflows gibt es jedoch aktuell noch relevante Einschränkungen.

In diesem Beitrag erklären wir transparent, wo die Stärken liegen – und warum wir für Architektur weiterhin andere Modelle bevorzugen.

Bildqualität: sichtbar verbessert

Rein visuell liefert Image Model 1.5 sehr gute Ergebnisse:

  • realistische Lichtstimmung

  • saubere Farbwiedergabe

  • insgesamt hohe Bildkohärenz

  • deutlich besser als frühere OpenAI-Modelle

Für Moodbilder, Konzeptvisualisierungen oder allgemeine kreative Anwendungen ist das Modell absolut konkurrenzfähig.

Seitenverhältnisse: eingeschränkte Flexibilität

Ein zentraler Punkt für Architekturvisualisierungen ist das Seitenverhältnis. Pläne, Fassaden, Innenräume oder Präsentationsbilder benötigen unterschiedliche Formate.

Unterstützung der Seitenverhältnisse:

  • 1:1 (Quadrat): unterstützt

  • 3:2 (Landscape): unterstützt

  • 2:3 (Portrait): unterstützt

Nicht unterstützt werden aktuell u. a.:

  • 4:3 / 3:4

  • 16:9

  • 9:16

  • 21:9

Gerade 16:9 und 4:3 sind für Architektur, Präsentationen und Wettbewerbe essenziell. Hier ist die Einschränkung klar spürbar.

Auflösung: begrenzt für professionelle Ausgabeformate

Auch bei der Auflösung zeigt sich eine klare Begrenzung:

  • 1K: verfügbar (quadratisch)

  • 1.5K: verfügbar (Landscape / Portrait)

  • 2K: nicht verfügbar

  • 4K: nicht verfügbar

Für Architekturprojekte sind 2K- und 4K-Ausgaben häufig notwendig – sei es für Druck, Wettbewerbe oder grossformatige Präsentationen.
Diese Anforderungen erfüllt Image Model 1.5 aktuell nicht.

Generierungsgeschwindigkeit: zu langsam für iterative Workflows

Ein entscheidender Faktor im Alltag von Architekt:innen ist die Geschwindigkeit.

Unsere Tests zeigen:

  • 1K-Ausgabe: ca. 30–45 Sekunden

  • 1.5K-Ausgabe: ca. 50–60 Sekunden

Für iterative Prozesse – mehrere Varianten, Materialstudien, Fassadenoptionen – ist das deutlich zu langsam.
Gerade im Vergleich zu anderen Modellen fällt dieser Punkt stark ins Gewicht.

Referenzbilder & Kontrolle

Positiv hervorzuheben ist:

  • Referenzbilder werden unterstützt

  • ein einstellbarer Fidelity-Level erlaubt höhere Nähe zur Vorlage

Einschränkungen gibt es jedoch bei:

  • maximal 5 Referenzbilder bei hoher Fidelity

Für komplexe Architekturprojekte, bei denen mehrere Referenzen (Materialien, Typologien, Kontextbilder) notwendig sind, ist das limitierend.

Warum wir für Architektur aktuell andere Modelle bevorzugen

Vizera ist bewusst modellagnostisch aufgebaut. Wir integrieren stets die Modelle, die für den jeweiligen Anwendungsfall objektiv die besten Ergebnisse liefern.

Für Architektur- und Interior-Design sprechen aktuell folgende Punkte gegen Image Model 1.5 als primäres Modell:

  • eingeschränkte Seitenverhältnisse

  • fehlende 2K- und 4K-Ausgaben

  • langsame Generierungszeiten

  • begrenzte Skalierbarkeit für professionelle Workflows

Andere von uns eingesetzte Modelle bieten hier:

  • deutlich höhere Flexibilität bei Formaten

  • bessere Auflösungen

  • schnellere Iterationen

  • höhere Zuverlässigkeit bei Proportionen und Raumlogik

Unser Fazit

OpenAI Image Model 1.5 ist ein starkes Modell mit klaren Fortschritten.
Für kreative Anwendungen ist es bereits sehr gut einsetzbar.

Für professionelle Architekturvisualisierung erfüllt es aktuell jedoch noch nicht alle Anforderungen, die Architekt:innen im Alltag benötigen.

Wir beobachten die Weiterentwicklung sehr genau – und sobald ein OpenAI-Modell diese Punkte erfüllt, wird es bei Vizera selbstverständlich integriert.

Unser Anspruch bleibt unverändert:

Immer das beste Modell für Architektur – unabhängig vom Anbieter.

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